Schnaken stechen

Erstellt von Karsten Weiherer am 23. November 2002 um 11:32 Uhr

Falsch. Leider tut bis heute die gesamte Tagespresse alles dafür, um diesen Irrtum am Leben zu erhalten. Fakt ist: Schnaken haben keinen Stechrüssel. Somit ist es vollkommen ausgeschlossen, daß sie in der Lage sind, Blut zu saugen.
Die wahren "Plagegeister" sind die STECKMÜCKEN (Culex pipiens). In diesem Fall kann man durchaus sagen, der Name ist Programm.


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Kommentare zu diesem Ammenmärchen (Kommentar schreiben)

  1. holger hat am 23. November 2002 um 18:20 Uhr geschrieben:
    Dialektologie
    Erstens heißen die Viecher ja wohl "Stechmücken" und nicht Steckmücken.

    Zweitens und wichtiger ist aber, daß die Bedeutung von Wörtern und Bezeichnungen NIE von Biologiebüchern festgelegt wird. Es gibt Gegenden in Deutschland, in denen die Stechmücken niemals anders denn als "Schnake" bezeichnet wird. Die Bewohner dieser Gegenden sind nicht dumm oder ignorant bezüglich biologischer Wahrheiten, die Biester wurden dort einfach schon immer so genannt -- und auch der Biologe spricht, wie jeder andere auch, z.B. von der berühmt-berüchtigten "Rheinschnake", einem der übelsten Vertreter der Stechmücken. Eine "Rheinstechmücke" wird, im Gegensatz zur "Rheinschnake", in keinem Biologiebuch zu finden sein.

    Solcherlei Spitzfindeleien gehen an der Wirklichkeit vorbei, indem sie zwar biologisch korrekt, aber praktisch daneben sind. Man mag zwar noch mit recht darauf hinweisen, daß die Rose biologisch keine Dornen, sondern Stacheln habe und nur die Poesie es netter fand, ihnen Dornen anzudichten -- und wir die Poesie hier passender als die Biologie. Aber die gute Weintraube ist z.B. biologisch korrekt keine Traube, sondern eine Doppelrispe. Trotzdem heißt das Ding nun mal Traube und den Biologen möcht ich mal sehen, der in einem Weinlokal einen "Doppelrispenwein" bestellt...

  2. Karsten Weiherer hat am 07. Dezember 2002 um 00:30 Uhr geschrieben:
    Stechmücke
    Stimmt. Da habe ich mich wirklich vertippt. Es heißt: STECHMÜCKEN!

  3. Thomas hat am 14. März 2003 um 14:31 Uhr geschrieben:
    Dialektologie II
    Den Beitrag von Holger kann ich nur unterschreiben. In meiner Heimat (irgendwo im Südwesten :-) ) wird die biologensprachliche 'Stechmücke' "Schnòòk" genannt und nicht anders. Die nichtstechende biologendeutsche 'Schnake' heißt dagegen "Baajert". Jedes Kind weiß: "Schnòòken" stechen und "Baajerten" nicht. Da liegt kein sachlicher Irrtum vor, denn die Vokabeln sind eben anders definiert.


    Manche Österreicher sagen ja auch "Ananas" zur Erdbeere, ohne dass man ihnen Ignoranz oder Borniertheit vorwerfen kann.

  4. Joffi hat am 26. April 2003 um 16:03 Uhr geschrieben:
    hmm
    Naja, jedenfalls kann man den Österreichern das nicht aus DIESEM Grund nachsagen... ~grins~

  5. olaf hat am 02. Juli 2003 um 16:13 Uhr geschrieben:
    Schnaken stechen
    In manchen Gegenden Deutschlands stechen Schnaken sehr wohl. Das liegt jedoch daran, dass dort die Stechmücken fälschlicherweise als Schnaken bezeichnet werden.


  6. ICH hat am 08. September 2003 um 23:11 Uhr geschrieben:
    Hi
    Hi
    Also ich bin mir sicher das diese tiere die Schaken heißen und auch wirklich schnaken sind und nicht nur so genannt werden obwohl sie eine stechmücke sind, aufkeinenfall stechen kann.
    Doch frag ich mich , wieso diese leute die stechmücken dann schnake nennen wenn sie doch wissen das es eine stechmücke ist?
    na ja


  7. Robert hat am 22. Januar 2004 um 13:25 Uhr geschrieben:
    @holger:
    Also dein Kommentar zu dem Thema finde ich nun wirklich korinthenkackerei.

    zum einen zu der Sache mit "Steckmücken" und "Stechmücken": verschrieben hast du dich wohl noch nie was?

    zum zweiten zum Thema Schnaken/Mücken.
    Die Mücke ist eine "weltweit verbreitete Unterordnung kleiner, meist schlanker und langbeiniger Zweiflügler mit über 35000 z.T. blutsaugender Arten".
    Schnaken sind eine der Mückenarten, die nicht blutsaugend und damit nicht stechend sind.

    Es geht ja schließlich um die korrekte biolog. Sichtweise und nicht darum, wie jemand was nennt. Wenn die Süddeutschen meinen, daß alles was schlank, langbeinig und zweiflügelig ist, Schnake zu nennen, dann müssten sie dasselbe zu ameisen sagen, die ja bekanntlich in der Hochzeitszeit auch Flügel haben, demnach noch schlank und langbeinig sind (bei der Ansicht unterm Mikroskop zumindest).

    Ich kenne die ewige Diskussion über dieses Thema, da ich eine Freundin aus Stuttgart hatte, die ebenfalls dieser meinung war. Nach Rückfrage wie denn die richtige Schnake in Süddeutschland heisse, bekam ich die Antwort Schnake, also heisst bei denen alles Schnake was so aussieht, aber eine Differenzierung gibts da nicht.
    Dasselbe bei dem Thema "Fuß" so nennen die Stuttgarter nämlich alles von den zehen bis zum Becken. Schwaben halt, sind halt sehr geizig, selbst beim Verwenden von Wörtern.

    Und es geht ja auch darum den Lesern hier das ein oder andere zu erklären, wie es richtig ist. Was derjenige dann daraus macht, bleibt ihm ja schließlich überlassen.

  8. supi hat am 18. September 2004 um 18:40 Uhr geschrieben:
    ich aber
    bin aber schon oft von einer Schnarke gestochen worden....

  9. Österreicher hat am 15. Mai 2005 um 00:24 Uhr geschrieben:
    @ Thomas
    Bitte nenne mir einen Österreicher, der zu einer Erdbeere Ananas sagt!!!!!
    Wir haben schon manchmal Wörter, die nix mit der "deutschen" Sprache zu tun haben, z.B. schremps, Strankalan, teachend, Einachsdreiseitenkipper, ... , aber was eine Ananas und was eine "Erba" (so heisst Erdbeere bei uns) ist, wissen wir schon!!!

    PS: host mi?

  10. ösi hat am 20. Juni 2009 um 10:56 Uhr geschrieben:
    das mit Ananas und Erdbeeren war mir bisher unbekannt - vielleicht im Westen. Aber wir Österreicher sagen Gelsen anstatt Stechmücken.

  11. Manfred Miksch hat am 25. Juni 2013 um 10:18 Uhr geschrieben:
    Danke Karsten!

    Und pfeif´ auf das Geschreibsel von Oberlehrer Holger...

    ;-)

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