Mit der Energie eines Blitzes könnte man eine Kleinstadt eine Stunde mit Strom versorgen

Erstellt von Dirk am 03. Juli 2003 um 21:46 Uhr

Vollkommener Unsinn!


Ein Blitz hat eine Energie von ca. 1,21 giga Watt.
(Das weiß jeder - spätestens seit der Erfindung des Flux-Kompensators durch Doc Brown)
Diese Energie wäre tatsächlich - wenn sie sich speichern ließe - für eine Kleinstadt ausreichend.
Schade nur, dass die durchschnittliche Dauer eines Blitzes bei 2 us liegt. (2 millionstel Sekunden)
Anhand einer einfachen Dreisatz-Rechnung ergibt das eine Leistung von 0,000672 kW/h.


Mit dieser Leistung könnte ich meinen Staubsauger (1200 Watt) für 2 Sekunden betreiben,
keinesfalls aber eine Kleinstadt 1 Stunde mit Strom versorgen!


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Kommentare zu diesem Ammenmärchen (Kommentar schreiben)

  1. Philipp hat am 05. Juli 2003 um 14:50 Uhr geschrieben:
    Was für ein Durcheinander von Maßeinheiten
    Hier muß einiges geradegezogen werden: Die Einheit der Leistung ist Watt, die der Energie ist Joule, Energie durch Zeit ergibt Leistung. Und jetzt von vorne und diesmal richtig:

    Ein Blitz kann durchaus bis zu 10 Gigawatt leisten, er dauert aber nur wenige µs, nehmen wir gerne deine 2 an. Jetzt der Dreisatz: 10 GW/2µs = 5000 J. Ein Gerät mit einer Leistungsaufnahme von 1200 W kann mit dieser Energie also gut 4 Sekunden betrieben werden.

  2. Dirk hat am 06. Juli 2003 um 14:11 Uhr geschrieben:
    Hallo ?! Philipp - Merkst Du noch was?!
    Es geht hier darum - damit auch der letzte Krümelkacker es versteht -
    dass eine Mücke, auch wenn sie zweimal frühstückt, nie so viel kacken kann, wie ein Elefant.

    Falls Du es noch nicht gemerkt hast: Dies ist keine wissenschaftliche Referenz.

    Daher ist es uninteressant, wievel Joule ein Blitz maximal haben kann oder wie Leistung definiert wird.
    Es geht darum, dass ein Blitz allgemein als Goliath gesehen wird, in Realität jedoch ein David ist.

    Korinthenkacker gibt es halt überall.....

  3. Joffi hat am 06. Juli 2003 um 14:43 Uhr geschrieben:
    Nananana...
    Ach Dirk, nur mal die Ruhe. Eine Energie in Watt anzugeben ist nun einmal falsch, dann wird man´s ja noch mal kurz korrigieren dürfen. Ist ja sonst alles sinnig.

  4. Stephan hat am 07. Juli 2003 um 22:33 Uhr geschrieben:
    Moooment.
    das ist keine Korinthenusw. sondern geradezu Pflicht, das richtigzustellen. Wenn es nur um Größenordnungen geht muss man nicht unbedingt solche Rechnungen anführen, aber wenn, dann sollte man wissen, das Leistung zu speichern keinen Sinn macht, weil Leistung nur ein theoretisches Konstrukt ist, das aus Energie und Zeit besteht und das man verwendet, um leichter Rechnen zu können. Richtig ist also: Die Leistung reicht aus für eine Stadt, aber NICHT die Energie.
    So. Jetzt können wir uns alle wieder beruhigen.

    Grüße,
    Stephan.

  5. Andreas hat am 17. Juli 2003 um 15:13 Uhr geschrieben:
    kleine Korrektur bitte
    Hallo,

    auch wenn sich die Gemüter hier wieder beruhigt haben, sollte man einen Fehler trotzdem korrigieren, der noch immer im Beitrag steckt.

    Ein Blitz mit 1,21 Gigawatt Leistung hat bei 2 Mycrosekunden Dauer eine Energie von 2420 Joule oder - wenn man es denn so ausdrücken will - 0,000672 kWh (nicht kW/h !!!)

    In der Korrektur von Philipp wirds ja gleich ganz bunt:


    > Ein Blitz kann durchaus bis zu 10 Gigawatt leisten, er
    > dauert aber nur wenige µs, nehmen wir gerne deine 2 an.
    > Jetzt der Dreisatz: 10 GW/2µs = 5000 J. Ein Gerät mit
    > einer Leistungsaufnahme von 1200 W kann mit dieser Energie
    > also gut 4 Sekunden betrieben werden.


    Energie = Leistung * Zeit


    10 Gigawatt Leistung auf einem Zeitraum von 2 Mykrosekunden verteilt ergeben eine Energiemenge von:
    (10 * 10^9 W) * (2 * 10^(-6)s) = 20.000 Joule = 20 KJ

    Das ändert im Endeffekt zwar auch nicht viel an der Tatsache, dass ein Blitz impossanter aussieht als er letzten Endes ist - obwohl er tödlich sein kann.


    Aber die Berechnung von Leistung durch Zeit gleich Energie ist ja wohl Schwachsinn, den man nicht unkommentiert lassen sollte.

  6. mondspeer hat am 24. Juli 2003 um 09:46 Uhr geschrieben:
    .. trotzdem noch ein Denkfehler
    Ich weiß nicht, wo Ihr Eure Energiemengen hernehmt.

    Es stimmt sicher, dass der Blitz nur wenige u dauert und nur das Nachleuchten der ionisierten Gasmassen ihn länger erscheinen läßt, ..


    .. aber denkt mal darüber nach, wieviel Energie notwenig ist, um ein Gasvolumen der entsprechenden Ausdehnung zu ionisieren.


    Und überlegt, mal, wieviel Energie (nicht Leistung) notwendig sind, um eine entsprechende Schallwelle auszulösen, mit mit der entsprechenden Amplitude über viele Kilometer hörbar ist?


    Ändert das nicht die Energiemengen?


    Silasanya,
    mondspeer

  7. Wappler hat am 16. Dezember 2003 um 20:59 Uhr geschrieben:
    hmm so nun mal zusammengefasst
    Also was ich so gelesen habts habt ihr die Ganze Zeit die elektrische Leistung berechnet die ein Blitz an den Boden abgibt aber mal ehrlich das was mondspeer sagte stimmt den die Leistung den Blitz überhaupt Zustandezubekommen ist wesentlich höher als die Energie die er an den Boden abgibt

    Ob dies nun für eine Kelinstadt ausreichen würde weiß ich nicht da mir die Berechnungsgrundlagen fehlen (bin Maschinenbauer und kein Elektrotechniker) allerdigns wage ich zu bezweifeln das es für eine Stunde reichen würde

  8. Dedo hat am 13. Mai 2004 um 07:23 Uhr geschrieben:
    Bist Du beruflich im Management?
    Eine schöne Milchmädchenrechnung. Jetzt mach uns mal die Arbeitslosenstatistik schön.

  9. Der Elch hat am 11. August 2004 um 13:47 Uhr geschrieben:
    Wurm in den Rechnungen?
    Irgendwie scheint da noch der Wurm den Rechnungen zu sein:

    Versucht mal in 4 Sekunden mit einer 1200W-Säge ein Baum zu zerlegen.
    Ein Blitz schafft das ohne Probleme.

  10. Ackerdesigner hat am 17. September 2004 um 18:44 Uhr geschrieben:
    @ Elch
    da wir schon beim rumlabern sind : eine 1200 Watt Kettensäge hat eine Motorleistung von 1200 Watt aber was vorne an der Kette ankommt ist weniger da es Reibungsverlust gibt. So, und was hat das jetzt noch mit diesem &$%§ Blitz zu tun ?

  11. Manfred hat am 28. November 2004 um 11:57 Uhr geschrieben:
    Falsche Voraussetzungen
    Die el. Energie, die in einer Gewitterwolke steckt, ist viel gößer als Ihr denkt. Erde und Gewitterwolke stellen im Prinzip einen Kondensator dar, der eine gewisse Energie enthält.
    Bei einem Blitz fließen elektrische Ladungen zwischen 1 und 100 Coulomb (Ampere*Sekunden). Die Spannung zwischen Erde und Wolke beträgt etwa 400 Mill. Volt.
    Die Energie, die im "Kondensator" steckt ist 0,5*Q*U wobei Q die Ladung und U die Spannung ist. Bei 400 Mill. Volt und z.B. 20 A*s ist die Energie nicht weniger als 4 Gigajoule, das entspricht etwa 1000 kWh.
    Das andere Thema ist :
    Was geschieht mit der Energie bei der Blitzentladung ?
    Der Blitzkanal erreicht Temperaturen von 30000 Grad.
    Die Druckwelle (Donner) ist km-weit zu hören.
    Es werden elektromagnetische Wellen
    abgestrahlt.
    Das Problem ist also :
    Wieviel Blitzenergie kann genutzt werden, wenn der allergrößte Teil der Energie vom Blitz selbst verbraucht wird?
    Darüber haben sich schon viele kluge (und weniger kluge) Leute den Kopf zerbrochen. Keinem ist es bis jetzt gelungen, eine Lösung zu finden, die eine nennenswerte Energieausbeute erwarten lässt.


  12. Danny hat am 14. Dezember 2004 um 15:10 Uhr geschrieben:
    Enlich einer mit Ahnung!
    Hört auf Manfred, der weiss, wovon er spricht!
    Beim Durchlesen der vorderen Kommentare stehen einem als Elektrotechniker ja die Haare zu Berge.
    Nur noch zum Thema Energieausbeute:
    Ein Blitz kann, durch Verdampfung der Holzsäfte, Problemlos den Stamm eines Baumes sprengen. In einem mittleren Baumstamm sind etwa 230 Liter Wasser gespeichert (vorsichtige schätzung). Um diese auf 100 Grad zu erhitzen und zu verdampfen wird eine Energie von etwa 600 Megajoule (ca. 165 kWh) benötigt. Die Restliche Energie reicht immer noch aus, um in 10-20 Metern Entfernung - per Schrittspannung - eine Schafherde zu töten.
    Was lernen wir daraus? Die Energie ist sicher zu klein, um sie effizient zu nutzen. Aber für ein Barbecue mit Lammfleisch reichts allemal. Die Holzkohle ist ja auch schon da...

  13. wolfen hat am 16. Mai 2005 um 17:53 Uhr geschrieben:
    kleiner denkfehler
    gruß euch

    da ein blitz zwischen 1,5 und 15 gw (was eigendlich nebensächlich ist) hat ist die zeit der entspannung eigendlich egal , weil ob er 2us oder 2 wochen brauch , die energie welcher der blitz frei gibt immer die selbe ist

    lg wolfen

  14. Jan hat am 16. Januar 2014 um 00:28 Uhr geschrieben:
    Nur mal als Nachtrag hierzu: Die durchschnittliche Energie eines Blitzes sind etwa 5 Gigajoule - und damit läuft dein Staubsauger länger als 2 oder 4 Sekunden ;)

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