Blut in Schokolade und in Nougatcremes

Erstellt von Axel am 23. Oktober 2002 um 21:12 Uhr

Bereits seit Jahren hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Blut in Schokolade und Nougatcremes verarbeitet werden könne. Dies entspricht nicht den Tatsachen. Die lebensmittelrechtlichen Vorschriften der Europäischen Union regeln, welche Zutaten bei Schokoladen eingesetzt werden dürfen - und Blut gehört nicht zu den erlaubten Zutaten.
Auf zwei mutmaßliche Hintergründe des blutigen Gerüchts weist Bernd Schartmann von der Firma Lindt & Sprüngli hin: Es gab in der DDR einmal ein Forschungsprojekt, bei dem es darum ging, getrocknetes Blut zu verwenden, um der Schokolade eine kräftigere Farbe zu geben. Ob das jemals umgesetzt wurde, ist nicht bekannt - jedenfalls braucht heute niemand mehr davor Angst zu haben. Die zweite mögliche Quelle: Ein findiger Tüftler hat einmal einen Patentantrag für ein Verfahren gestellt, mit dem man den Eiweißgehalt von Lebensmitteln durch den Zusatz von Blut erhöhen könnte. Das Patent wurde jedoch nie erteilt. Bernd Schartmann versichert: Außer der Milch enthält ein Riegel Schokolade überhaupt keine tierischen Bestandteile - wenn man von ein bißchen Eierlikör in manchen Pralinen absieht.

Quelle: http://www.zeit.de/stimmts/Der%20menschliche%20Koerper/1998_46_stimmts.html


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Kommentare zu diesem Ammenmärchen (Kommentar schreiben)

  1. Dirk hat am 24. Oktober 2002 um 11:17 Uhr geschrieben:
    Schweineblut in Schokolade
    Richtig ist, daß es in Deutschland Gesetze gibt, die die Zusammensetzung von Lebensmitteln regeln.
    Falsch ist jedoch, daß man aus Blut keine "Schokolade" machen kann. Zu diesem Thema gab es mal einen interessanten Bericht im Fernsehen. Dort wurde "Schokolade" aus Schweineblut hergestellt, die Testpersonen konnten einen Unterschied zwischen herkömmlicher Schokolade und dem Schweineprodukt nicht ausmachen.

    Um Missverständnissen vorzubeugen, hilf im Zweifel einfach ein Blick auf die Zutaten, die lt. deutscher Gesetzgebung auf jedem Produkt angegeben werden müssen.

  2. Dirk hat am 24. Oktober 2002 um 11:17 Uhr geschrieben:
    Schweineblut in Schokolade
    Richtig ist, daß es in Deutschland Gesetze gibt, die die Zusammensetzung von Lebensmitteln regeln.
    Falsch ist jedoch, daß man aus Blut keine "Schokolade" machen kann. Zu diesem Thema gab es mal einen interessanten Bericht im Fernsehen. Dort wurde "Schokolade" aus Schweineblut hergestellt, die Testpersonen konnten einen Unterschied zwischen herkömmlicher Schokolade und dem Schweineprodukt nicht ausmachen.

    Um Missverständnissen vorzubeugen, hilf im Zweifel einfach ein Blick auf die Zutaten, die lt. deutscher Gesetzgebung auf jedem Produkt angegeben werden müssen.

  3. Klaus Ferger hat am 29. Oktober 2002 um 19:44 Uhr geschrieben:
    Blut in Schokolade
    Das schlimme ist, daß der erwähnte Engländer noch andere Dinge (Hufe, Häute) zu Lebensmitteln verarbeiten wollte. Er sah einen Markt für "billige" Lebensmittel, die dann Leute mit geringem Verdienst kaufen sollten. Das englische Lebensmittelrecht ließ das damals zu. Zumindest als Futter für Tiere hat man diese Idee ja umgesetzt. Ergebnis: BSE. Igitt.

  4. Clay hat am 03. November 2002 um 12:29 Uhr geschrieben:
    Blut u. tierische Abfallprodukte...
    und daraus gewonnene Stoffe wurden lt. einer TV-Dokumentation über England vor längerer Zeit in Keksen, Süßigkeiten und anderen Nahrungsmittel, insbesondere Fleischersatzstoffen, -geschönt und perfektioniert mit Geschmackstoffen- verarbeitet, legal nach deren Recht.
    Auch wurde zu den Inhaltsangaben wurde gesagt, dass dies nur für absolute Fachleute erkennbar wäre, was sich z.B. in englischen Keksen befinden würde.
    Ich esse jedenfalls seitdem keine Produkte von der Insel mehr, sofern dies erkennbar ist.


  5. Dirk Jürgensen hat am 23. Januar 2003 um 22:03 Uhr geschrieben:
    Blut in Schokolade?!!
    Auf der Zutatenliste stehen die Zutaten.Richtig.Das ist Gesetz.Der Haken:Nicht auf der Zutatenliste stehen die Nichtzutaten.Die geheimnisvolle Zauberformel der Juristen lautet-LMKV§5,ABs.2,Ziffer2-gefolgt vom fraglichen Paragraphen.

  6. Dirk Jürgensen hat am 23. Januar 2003 um 22:37 Uhr geschrieben:
    Blut in Schokolade?!!
    Das sagt,daß nicht der verwendete Stoff darüber entscheidet,was eine Zutat und was eine Nichtzutat ist,sondern seine jeweilige Funktion im Endprodukt.Beispiel:
    Bäcker braucht Emulgatoren,damit der Teig die Supermixer aushält,kommt der Mix in den Ofen haben diese ihre Funktion erfüllt.Also sind es Nichtzutaten.Super oder?.
    Die Folge:keine Deklaration
    Und noch etwas sei zum Blut gesagt.
    Alkalasen entfernen die rote Farbe aus dem Blut.Damit läßt sich Blut,das ja in rauhen Mengen auf Schlachthöfen anfällt,als farbloses Plasma unbemerkt anderen Lebensmitteln beimengen.
    Der Verbraucher wird mit Juristichen Paragraphen zugedeckt,die Juristen oft
    nicht verstehen und dann
    selbst wieder einen brauchen der es Ihnen erklärt.!!!Wo bleibt den eigentlich all die menge Blut ?Essen jetzt alle nur noch Blutwurst?.Wenn der Verbraucher schon so oft belogen wurde,muss sich keiner wundern das solche Dinge sich hartnäckig halten.Oder?

  7. Dirk Jürgensen hat am 23. Januar 2003 um 22:39 Uhr geschrieben:
    Blut in Schokolade?!!
    Das sagt,daß nicht der verwendete Stoff darüber entscheidet,was eine Zutat und was eine Nichtzutat ist,sondern seine jeweilige Funktion im Endprodukt.Beispiel:
    Bäcker braucht Emulgatoren,damit der Teig die Supermixer aushält,kommt der Mix in den Ofen haben diese ihre Funktion erfüllt.Also sind es Nichtzutaten.Super oder?.
    Die Folge:keine Deklaration
    Und noch etwas sei zum Blut gesagt.
    Alkalasen entfernen die rote Farbe aus dem Blut.Damit läßt sich Blut,das ja in rauhen Mengen auf Schlachthöfen anfällt,als farbloses Plasma unbemerkt anderen Lebensmitteln beimengen.
    Der Verbraucher wird mit Juristichen Paragraphen zugedeckt,die Juristen oft
    nicht verstehen und dann
    selbst wieder einen brauchen der es Ihnen erklärt.!!!Wo bleibt den eigentlich all die menge Blut ?Essen jetzt alle nur noch Blutwurst?.Wenn der Verbraucher schon so oft belogen wurde,muss sich keiner wundern das solche Dinge sich hartnäckig halten.Oder?

  8. Dirk Jürgensen hat am 23. Januar 2003 um 22:40 Uhr geschrieben:
    Blut in Schokolade?!!
    Das sagt,daß nicht der verwendete Stoff darüber entscheidet,was eine Zutat und was eine Nichtzutat ist,sondern seine jeweilige Funktion im Endprodukt.Beispiel:
    Bäcker braucht Emulgatoren,damit der Teig die Supermixer aushält,kommt der Mix in den Ofen haben diese ihre Funktion erfüllt.Also sind es Nichtzutaten.Super oder?.
    Die Folge:keine Deklaration
    Und noch etwas sei zum Blut gesagt.
    Alkalasen entfernen die rote Farbe aus dem Blut.Damit läßt sich Blut,das ja in rauhen Mengen auf Schlachthöfen anfällt,als farbloses Plasma unbemerkt anderen Lebensmitteln beimengen.
    Der Verbraucher wird mit Juristichen Paragraphen zugedeckt,die Juristen oft
    nicht verstehen und dann
    selbst wieder einen brauchen der es Ihnen erklärt.!!!Wo bleibt den eigentlich all die menge Blut ?Essen jetzt alle nur noch Blutwurst?.Wenn der Verbraucher schon so oft belogen wurde,muss sich keiner wundern das solche Dinge sich hartnäckig halten.Oder?

  9. Dirk Jürgensen hat am 23. Januar 2003 um 22:40 Uhr geschrieben:
    Blut in Schokolade?!!
    Auf der Zutatenliste stehen die Zutaten.Richtig.Das ist Gesetz.Der Haken:Nicht auf der Zutatenliste stehen die Nichtzutaten.Die geheimnisvolle Zauberformel der Juristen lautet-LMKV§5,ABs.2,Ziffer2-gefolgt vom fraglichen Paragraphen.

  10. EchoMirage hat am 11. Juli 2003 um 17:16 Uhr geschrieben:
    Blut in schokolade
    In belgien ist es gang und gebe Blut zu zusetzen was man in einen bericht in Monitor sehen konnte.

  11. Andreas hat am 17. Juli 2003 um 18:30 Uhr geschrieben:
    Zutatenliste von Schokolade
    Der Unterschied zwischen DDR- und "West"-Schokolade war ja in der Regel schon am Geschmack erkennbar. Das lag aber vor allem auch daran, dass die Ostvarianten nicht in Alupapier eingewickelt waren.


    Hinzu kommt aber noch die Zutatenliste. Auf vielen Schokoladensorten aus dem "Westen" war und ist stets zu lesen: "Kakaogehalt: 30% mindestens" oder so ähnlich.

    Bei der Ostschokolade stand dagegen drauf, wieviel % Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate enthalten waren. Aber das Wort "Kakao" war nirgends aufgeführt.


    Denn Kakao musste für Devisen importiert werden, was eine äußerst teure Angelegenheit war.
    Und vom Anfang der 80er Jahre an bis etwa 1988 gab es in den gewöhnlichen Geschäften einfach keinen Kakao zu kaufen. Für viel Geld gab es ihn in den "delikat"-Läden.


    Aufgrund dessen würde es mich nicht wundern, wenn in der DDR-Schokolade Blut verarbeitet war. Aber genau weiß ich es auch nicht.

  12. Cindy hat am 24. Juni 2004 um 19:35 Uhr geschrieben:
    Schweineblut in Schokolade
    Ich habe (leider)eine hochgradige Allergie auf Schwein, und reagiere zeitversetzt mit Allergiebeschwerden. Esse nie Schwein, Gelatine und benutze nur schweinefreie Kosmetika. Habe aber gern Schokolade gegessen und die Beschwerden waren immernoch da. Seitdem ich Schokolade meide, habe ich keine allergische Reaktionen mehr. Komisch, oder???

  13. Harald Wallis hat am 21. Oktober 2004 um 20:38 Uhr geschrieben:
    Blut und Nutella
    Ich habe ganz aktuell eine Wette verloren, weil ich behauptete, Nutella bestünde zum überwiegenden Teil aus Schweineblut. hatte so etwas mal im Fernsehen erfahren. Da ich den Nachweis nicht erbringen konnte, werde ich nun am Wochendende ein ganzes Glas Nutella auslöffeln. Brrrrr.

    Sollte jemand den Nachweis besitzen, bitte schnell zumailen.

  14. Sandra hat am 18. Juli 2009 um 16:13 Uhr geschrieben:
    Ich hatte mir letztens einige Tafeln Schokolade gekauft, einfach weil ich Hunger drauf hatte. Ich konnte nur ein paar Stückchen essen. Das Blut konnte man genau herausschmecken. Liegt womöglich daran, weil ich Vegetarierin bin. Ich habe die ganzen Tafeln weggeworfen.

  15. oh mann hat am 25. April 2010 um 03:50 Uhr geschrieben:
    Wer so dermaßen Indoktriniert ist, daß er schon nichtvorhandenes schmecken kann, wovon ich mich frage wie er / sie den Geschmack überhaupt kennen kann, stellt sich die Frage nicht mehr nach einer gesundheitsfördernden Ernährung sondern einer krankheitsreduzierenden Psychotherapie

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