Aufregung kann einen Herzinfarkt verursachen

Erstellt von Marconia am 03. Februar 2003 um 21:46 Uhr

Zum Glück ein Ammenmärchen!
Ein Herzinfarkt entstehen nämlich durch einen Thrombus, der sich spontan löst und in einer Herzkranzarterie (die das Muskelgewebe des Herzens versorgt) stecken bleibt. Das durch diese Arterie versorgte Gebiet bekommt kein Blut mehr und stirbt ab. Solche Thromben bilden sich nur bei jahrelangem Vorliegen begünstigender Faktoren wie Bluthochdruck, Nikotin, hohes Cholesterin u.a.

Wer also einen solchen Thrombus nicht hat, kann sich aufregen wie er will.

Menschen, die bereits an verengten Herzkranzarterien leiden, können bei Aufregung oder körperlicher Belastung einen sogenanten Angina-pectoris-Anfall bekommen, da die Gefäße den erhöhten Sauerstoffbedarf nicht decken können (Sauerstoffmangel führt zu diesen Schmerzen).


Bookmark

Seite bei Mister Wong bookmarken Seite bei Linkarena bookmarken Seite bei Delicious bookmarken Seite bei Yahoo bookmarken Seite bei Google bookmarken

Bewerten

12345
2.00 (22 Stimmen)

Weitere Ammenmärchen aus "Medizin & Gesundheit"

Kommentare zu diesem Ammenmärchen (Kommentar schreiben)

  1. Martin hat am 13. Februar 2003 um 01:32 Uhr geschrieben:
    Herzinfarkt durch Aufregung
    Der Herinfarkt durch Aufregeung ist möglich, jedoch nur bei Menschen die bereits von einer fortgeschrittenen Gefäßverengung befallen worden sind.
    Durch den bei Erregung erhöhten Puls und Blutfluß in den Herzkranzgefäßen, der aber selbstverständlich auch bei jeder anderen Art von Anstrengung auftreten kann, können sich Teile der an den Gefäßwänden haftenden Ablagerungen lösen und die ohnehin verengten Gefäße völlig verschließen. Die Folge ist ein Infarkt.
    Der Betroffene wird aber nicht, wie so oft in Film und Fernsehen, sofort aus den Latschen kippen, sondern eher ein Ziehen in der Brust verspühren - Die Symtome eines sich anbahnenden Herzinfarktes eben.

  2. Marconia hat am 13. Februar 2003 um 22:00 Uhr geschrieben:
    Das ist korrekt, Martin
    Ja, selbstverständlich kann Aufregung das Lösen eines Thrombus provozieren, das habe ich auch versucht zu verdeutlichen. Aber Aufregung alleine ohne massive Prädisposition verursacht nunmal gar nichts in dieser Richtung. Das Herz weiß sowieso schon vor der Geburt, dass es niemals ne Pause haben wird.. es schlägt unermüdlich und hält hohen Belastungen stand, solange man es nicht jahrelang mit Rauchen, fettem Essen und ähnlichem belastet.

  3. Christoph hat am 08. März 2003 um 15:03 Uhr geschrieben:
    Aufregung kann einen Herzinfarkt verursachen
    Leider stimmt das so nicht ganz!
    In extremen Erregungszuständen kommt es einerseits durch die hohe Sympathikusaktivität zu einer starken Verengung der Gefäße (sowohl Körpergefäße --> Blutdrucksteigt, als auch Koronargefäße --> Durchblutung des Herzmuskels sinkt). Zweitens steigt auch die Herzfrequenz. Dies geht immer zu Lasten der Diastole, der Zeitraum der Herzaktion, in der die Durchblutung des Herzmuskels aufgrund der niedrigeren Wandspannung erst möglich wird. Diesen Umständen ist es zu verdanken, dass auch ein gesundes Herz durch Aufregung mit einem Herzinfarkt gescädugt werden kann.

  4. Marconia hat am 08. März 2003 um 23:11 Uhr geschrieben:
    Ach Christoph
    Na na na,

    dann schau mal nach, wie lange die Durchblutungsstörung dauern müsste, um einen Gewebetod zu produzieren.

    Das ist durch Aufregung nicht möglich, man bekommt auch keinen Herzinfarkt während man einen 200m-Lauf macht, oder doch. Da ist deine Diastole auch kurz und dein Sympathikotonus ebenfalls extrem hoch. Das ist alles theoretisch unmöglich.
    Lies das besser noch mal nach.

  5. Andreas hat am 07. September 2004 um 20:38 Uhr geschrieben:
    Was ist das denn??????
    Welch Bullshit du da erzählst.
    Sicher wird ein Infarkt durch einen Thrombus verursacht. In den meisten Fällen. Allerdings gibt es auch andere Ursachen. Koronarspasmen zum Beispiel....oder Gefäßanomalien, welche eine Koronararterie perforieren lassen. In seltenen Fällen kann ein Infarkt auch durch die Ablösung von Kalkplaques verursacht werden.
    Aufregung löst keinen Herzinfakrt aus? Wie erklärst du dann, daß die meisten Infarkte in den frühen Morgenstunden passieren? Und zwar in der Aufwachphase des Körpers, welche eine sehr starke Belastung darstellt.
    Besser erstmal informieren und dann hierrein schreiben.

    MfG
    Andreas

  6. Marconia hat am 22. September 2004 um 10:23 Uhr geschrieben:
    @Andreas
    Ich weiß schon, über was ich schreibe mein lieber Andreas.Aufregung erhöht die relative Wahrscheinlichkeit, dass ein Infarkt im betrachteten Zeitraum auftritt. Die absolute Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt zu erleiden, erhöht sich durch das Auftretten einer einzelnen Stresssituation hingegen überhaupt nicht. Liebe Grüße, Dein Freundesfreund Marconia.

  7. Andreas hat am 27. September 2004 um 13:46 Uhr geschrieben:
    @Mac
    Vielleicht ist es dir noch nicht aufgefallen, aber ein wenig widersprechen sich deine Aussagen. Einmal "nein", dann "ja aber", und dann wieder andersrum. So kann man sich auch rauswinden.
    Es redete keiner von einem stattgehabten Streßanfall bzw. Aufregung, sondern von Aufregung bzw. Streß im allgemeinen. Und dieser ist anamnestisch gesehen ein begünstigender Faktor eines Akuten Koronarsyndroms bis hin zum Herzinfarkt. Und um es mal ein wenig weiterzuführen. Auch cerebrale Ereignisse (TIA, PRIND, Apoplex) können durch Streß oder Aufregung ausgelöst werden. Allerdings sind auch hier, genau wie beim Herzinfarkt, Risikofaktoren begünstigend. So ist das nunmal mit Gefäßerkrankungen. Da gibt es begünstigende Faktoren, sog. Risikofaktoren, und primär auslösende Faktoren, welche zum Beispiel ein Unfall oder eben Aufregung wären. Aber wir wollen hier mal nicht über Ätiologie, Pathogenese und Pathopysiologie einzelner Erkrankungen diskutieren. Zumal das hier sowieso die falsche Plattform ist.

    Grüße
    Andreas

    P.S. Und meine Freunde suche ich mir noch selbst aus.

  8. @Andreas hat am 09. Oktober 2004 um 00:51 Uhr geschrieben:
    Sinn
    Eine einzelne Streßsituation - so wie es der Volksmund sagt - kann keinen Herzinfarkt verursachen. Davon rede ich hier. Dass dauerhafter Streß zu den begünstigenden Faktoren zählt, ist unbestritten. -- Ich habe mich als deinen Freundesfreund bezeichnet. Von Freundschaft soll nun wirklich keine Rede sein.

  9. Andreas hat am 16. Oktober 2004 um 14:09 Uhr geschrieben:
    @Sinn
    Schreib demnächst mal etwas genauer. Dann kann man evtl. den Sinn deines "Ammenmärchens" nachvollziehen.

    MfG
    Andreas

Dein Kommentar

Bitte nur Ziffern eingeben!